Table of Contents
1. Ätiologie von Zahnhalsdefekten #
Unterscheidung zwischen kariösen Läsionen und nicht-kariösen Defekten (Abfraktionen durch Fehlbelastung, Erosionen durch Säureeinwirkung oder Abrasionen durch falsche Putztechnik).
2. Materialwahl #
- Komposit: Goldstandard bei ästhetischem Anspruch und guter Trockenlegung. Hoher Elastizitätsmodul nötig, um Mikrobewegungen des Zahnes (Biegung) abzufangen.
- Glasionomerzement (GIZ): Bei schwieriger Trockenlegung oder hohem Kariesrisiko (Fluoridfreisetzung).
3. Klinische Besonderheiten #
- Retraktion: Einlegen eines Retraktionsfadens zur Darstellung des Defektrandes und Schutz des Sulkusfluids.
- Präparation: Anschrägen nur im Schmelzbereich. Keine mechanische Präparation bei reinen Erosionen nötig (nur Anrauen/Reinigen).
- Polymerisation: Lichtführung von okklusal/inzisal, um den Schrumpfungsvektor Richtung Zahnhals zu lenken.
4. Troubleshooting #
Häufiges Problem: Randverfärbungen oder Verlust der Füllung. Ursache ist oft eine unzureichende Trockenlegung oder die Missachtung der okklusalen Überlastung (Knirschen), die den Defekt ursprünglich verursacht hat.
