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Management von Zahn- und Kiefertraumata

1. Erstdiagnostik bei Trauma #

Anamnese: Wann? Wo? Wie? (Cave: Gehirnerschütterung?). Dokumentation von Lockerungsgraden, Dislokationen und Frakturen.

2. Frakturtypen und Therapie #

  • Schmelz-Dentin-Fraktur: Ohne Pulpabeteiligung. Wiederbefestigen des Fragments (Adhäsivtechnik) oder Kompositaufbau.
  • Fraktur mit Pulpabeteiligung (P.a.): Überkappung (direkt) oder Pulpotomie je nach Wurzelwachstumsstadium.
  • Wurzelfraktur: Reposition und starre Schienung für 3-4 Monate.

3. Dislokationen #

  • Avulsion (Zahn komplett draußen): Lagerung in Zahnrettungsbox (SOS Zahn). Replantation so schnell wie möglich. Keine Reinigung der Wurzeloberfläche (Zementoblasten erhalten!).
  • Luxation/Extrusion: Vorsichtige Reposition in die ursprüngliche Position.

4. Schienung #

Flexible Schienung (z.B. Titan-Trauma-Splint oder Draht-Komposit-Schiene) für 2 Wochen (bei Avulsion/Luxation) bzw. 4 Wochen (bei Alveolarfortsatzfraktur).

5. Nachsorge #

Regelmäßige Sensibilitätsprüfungen (Cave: initial oft negativ durch Schockzustand) und röntgenologische Verlaufskontrollen.