Table of Contents
1. Indikation #
Bruch der Prothesenbasis, Zahnverlust (Erweiterung) oder mangelnde Passform durch Alveolarkamm-Resorption (Unterfütterung).
2. Unterfütterungs-Techniken #
2.1 Direkte Unterfütterung (Chairside) #
Einsatz von kalthärtenden, MMA-freien Kunststoffen direkt im Mund des Patienten. Vorteil: Sofortige Fertigstellung. Nachteil: Geringere Haltbarkeit, Porosität, Hitzeentwicklung beim Aushärten.
2.2 Indirekte Unterfütterung (Laborgefertigt) #
- Vorbereitung: Einkürzen der Prothesenränder im Bereich der Umschlagfalte.
- Abformung: Verwendung der Altprothese als Abformlöffel. Applikation von dünnfließendem Silikon unter Schlussbiss (zentrische Relation).
- Labor: Ersetzen des Abformmaterials durch PMMA-Kunststoff im Heiß- oder Kaltpolymerisationsverfahren.
3. Reparaturen und Erweiterungen #
- Bruch/Riss: Fixierung der Bruchstücke mit Sekundenkleber oder Wachs (extraoral), Erstellung eines Gipsmodells, Ausarbeiten einer Dehnungsfuge und Auffüllen mit Autopolymerisat.
- Erweiterung: Abformung mit einliegender Prothese (Überabformung), um die Position des neuen Zahnes/Klammer zum Restgebiss festzulegen.
4. Wichtige Hinweise #
Vor jeder Unterfütterung muss die vertikale Dimension (VDO) geprüft werden. Eine Unterfütterung bei falscher Bisslage führt zur Verschlechterung der Gesamtsituation.
