Table of Contents
1. Einleitung #
Die Versorgung von Implantaten erfordert ein tiefes Verständnis der Verbindung zwischen Implantatschulter, Abutment und Suprakonstruktion. Man unterscheidet primär zwischen verschraubten und zementierten Lösungen.
2. Komponenten-Kunde #
- Abutment: Das Verbindungsstück zwischen Implantatkörper und Krone (Titan, Zirkonoxid oder EM).
- Scanbody / Abdruckpfosten: Bauteile zur Übertragung der Implantatposition (digital oder analog).
- Laboranalog: Replika des Implantats im Gipsmodell.
3. Klinischer Workflow (Freilegung bis Eingliederung) #
3.1 Freilegung und Gingiva-Formung #
Minimalinvasive Eröffnung (meist nach 3-6 Monaten Einheilzeit). Einsetzen eines Gingivaformers (Healing Abutment) für ca. 2 Wochen zur Ausformung des Emergenzprofils.
3.2 Abformung (Open vs. Closed Tray) #
- Offene Abformung (Pick-up): Der Abdruckpfosten wird mit dem Löffel entnommen (Schraube muss durch Löffelöffnung zugänglich sein). Höchste Präzision bei mehreren Implantaten.
- Geschlossene Abformung: Der Pfosten verbleibt auf dem Implantat und wird später im Labor in den Abdruck repetiert.
3.3 Eingliederung #
Kontrolle des Approximalkontakts und der Okklusion (Cave: Implantate haben keine Parodontal-Resilienz!). Anziehen der Abutment-Schraube mit dem vorgegebenen Drehmoment (meist 25-35 Ncm). Verschluss des Schraubenkanals mit Teflonband und Komposit.
4. Komplikationen #
- Periimplantitis: Entzündung durch Plaque oder Zementreste (Zementitis).
- Schraubenlockerung: Oft durch okklusale Überlastung bedingt.
