Table of Contents
1. Die Problematik subgingivaler Defekte #
Bei tiefen Klasse-II-Kavitäten liegt die zervikale Stufe oft subgingival oder sogar subkrestal. Dies verhindert eine korrekte Trockenlegung und Abformung. DME ist die minimalinvasive Alternative zur chirurgischen Kronenverlängerung.
2. Klinische Durchführung (SOP) #
- Matrizentechnik: Einsatz einer schmalen Teilmatrize (Tofflemire oder Spezialmatrizen), die extrem stramm unterhalb des Defektrandes verkeilt wird.
- Adhäsiv-Protokoll: Sorgfältiges Ätzen und Bonden unter absoluter Sichtkontrolle. Blut- oder Speichelkontamination führt zum Scheitern.
- Aufbau: Schichtweises Einbringen eines hochviskösen Komposits oder eines Bulk-Fill-Materials bis ca. 1-2 mm oberhalb des Gingivarandes.
- Finieren: Überschussentfernung mit feinen Diamanten oder speziellen Approximalskalpellen. Die Stufe muss für die spätere Krone sondierbar und reinigbar sein.
3. Biologische Breite #
Die DME darf den epithelialen und bindegewebigen Attachmentapparat nicht verletzen. Bei ständig blutenden Rändern oder Schmerzen nach dem Aufbau ist eine chirurgische Revision (Osteotomie) unumgänglich.
