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Veneer-Präparation und Adhäsiv-Protokoll

1. Ästhetische Planung (Wax-up/Mock-up) #

Keine Präparation ohne vorheriges Mock-up. Dies dient als Orientierung für den minimalen Abtrag (Geführte Präparation). Ziel: Verbleib der Präparationsränder vollständig im Zahnschmelz (Schmelz-Bonding ist 100% sicher, Dentin-Bonding nur ca. 50-70%).

2. Präparations-Formen und Tiefen #

  • Fenster-Präparation: Nur labialer Abtrag (0,3 – 0,5 mm). Inzisalkante bleibt unberührt.
  • Inzisal-Overlap (Wrap-around): Reduktion der Schneidekante um 1,0 mm. Erhöht die Stabilität und erlaubt dem Zahntechniker eine bessere Gestaltung der Inzisalkante (Transparenz).
  • Präparationsgrenze: Hauchdünne Hohlkehle (Light Chamfer) equigingival oder 0,5 mm supragingival.

3. Klinischer Ablauf #

  1. Tiefenmarkierung: Einsatz von Rillendiamanten direkt durch das Mock-up.
  2. Flächenabtrag: Glätten der Flächen mit konischen Diamanten. Approximale Kontakte bleiben meist erhalten (außer bei Diastema-Schluss).
  3. Abformung: Doppelfadentechnik. Faden 000 (bleibt liegen) und Faden 0 (wird entfernt).
  4. Provisorium: Spot-Etch-Technik (punktförmiges Ätzen in der Zahnmitte) und Übertragung des Mock-ups mit Protemp.

4. Zementierung (Das kritische Moment) #

Absolut trockenes Feld (Kofferdam empfohlen). Einprobe mit ‘Try-in’-Pasten zur Farbkontrolle. Ätzen des Veneers mit Flusssäure (HF, 5-9%) für 20s (e.max), Silanisieren. Konditionierung des Zahnes (Total-Etch). Einsetzen mit rein lichtshärtendem Veneer-Zement (höhere Farbstabilität als dualhärtende Zemente).