View Categories

Klasse V Restauration (Zahnhalsfüllung)

1. Ätiologie von Zahnhalsdefekten #

Unterscheidung zwischen kariösen Läsionen und nicht-kariösen Defekten (Abfraktionen durch Fehlbelastung, Erosionen durch Säureeinwirkung oder Abrasionen durch falsche Putztechnik).

2. Materialwahl #

  • Komposit: Goldstandard bei ästhetischem Anspruch und guter Trockenlegung. Hoher Elastizitätsmodul nötig, um Mikrobewegungen des Zahnes (Biegung) abzufangen.
  • Glasionomerzement (GIZ): Bei schwieriger Trockenlegung oder hohem Kariesrisiko (Fluoridfreisetzung).

3. Klinische Besonderheiten #

  1. Retraktion: Einlegen eines Retraktionsfadens zur Darstellung des Defektrandes und Schutz des Sulkusfluids.
  2. Präparation: Anschrägen nur im Schmelzbereich. Keine mechanische Präparation bei reinen Erosionen nötig (nur Anrauen/Reinigen).
  3. Polymerisation: Lichtführung von okklusal/inzisal, um den Schrumpfungsvektor Richtung Zahnhals zu lenken.

4. Troubleshooting #

Häufiges Problem: Randverfärbungen oder Verlust der Füllung. Ursache ist oft eine unzureichende Trockenlegung oder die Missachtung der okklusalen Überlastung (Knirschen), die den Defekt ursprünglich verursacht hat.