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Zementierungsprotokolle: Konventionell vs. Adhäsiv

1. Systematik der Befestigung #

Die Wahl des Befestigungsmaterials hängt von der Restaurationsgeometrie (Retention) und dem Material (Ätzbarkeit) ab.

2. Konventionelle Zementierung #

  • Indikation: Metallkeramik (VMK), hochfestes Zirkonoxid (>1000 MPa) bei ausreichender Stumpfhöhe (>4mm) und Konvergenzwinkel <6°.
  • Materialien: Zinkoxid-Phosphat-Zement (z.B. Harvard) oder Glasionomerzement (GIZ / Ketac Cem).
  • Vorteil: Einfaches Handling, leichte Überschussentfernung.

3. Adhäsive Befestigung (Goldstandard Vollkeramik) #

  1. Vorbereitung Restauration: Lithiumdisilikat (e.max) mit Flusssäure (HF) ätzen (20s) und Silanisieren (z.B. Monobond Plus). Zirkonoxid sandstrahlen (Al2O3, 50µm, 1-2 bar) und Primern (MDP-haltig).
  2. Vorbereitung Zahn: Säure-Ätz-Technik und Applikation von Bonding.
  3. Befestigung: Dualhärtendes Befestigungskomposit (z.B. Variolink, Panavia, RelyX).

4. Klinische Fallstricke #

Blut- oder Speichelkontamination führt zum sofortigen Versagen des adhäsiven Verbunds. Bei Zementitis-Gefahr (Implantate) sind Überschüsse akribisch unter Sicht zu entfernen.