Über den Kurs
Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) stellt eine der komplexesten Herausforderungen in der modernen Zahnmedizin dar. Da Symptome oft weit über das Kauorgan hinausstrahlen, ist ein tiefes Verständnis der funktionellen Zusammenhänge zwischen Okklusion, Muskulatur und Kiefergelenk unerlässlich. Dieser Kurs vermittelt das notwendige Rüstzeug, um CMD-Patienten systematisch zu befunden, klinisch sicher zu diagnostizieren und mittels eines multimodalen Therapieansatzes erfolgreich zu behandeln.
Lernziele
Nach Abschluss dieses Kurses sind Sie in der Lage:
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Die drei Funktionskreise (muskulär, artikulär, okklusal) im Sinne des biopsychosozialen Modells zu differenzieren.
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Eine strukturierte Klinische Funktionsanalyse (KFA) mittels Anamnese, Palpation und Inspektion durchzuführen.
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Kiefergelenkgeräusche (Knacken vs. Krepitation) korrekt zu interpretieren und Pathologien wie die Diskusverlagerung zuzuordnen.
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Okklusionsschienen (Michigan-Schiene, Jigs) indikationsgerecht auszuwählen und präzise einzuschleifen.
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Die Indikationen für weiterführende Bildgebung (DVT vs. MRT) kritisch zu stellen.
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Das multidisziplinäre Netzwerk (Physiotherapie, Manuelle Therapie, Psychosomatik) effektiv zu steuern.
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Bruxismus als zentralnervöses Phänomen zu begreifen und moderne Therapieoptionen wie Biofeedback oder Botulinumtoxin abzuwägen.
Kursinhalt
Modul 1: Grundlagen und klinische Diagnostik
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Lektion 1: Einführung in die CMD: Definition, Epidemiologie und Überblick über die Funktionskreise (okklusal, artikulär, muskulär)
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Lektion 2: Klinische Funktionsanalyse I: Anamnese, Inspektion und manuelle Untersuchung der Kaumuskulatur
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Lektion 3: Klinische Funktionsanalyse II: Gelenkpalpation, Auskultation und Untersuchung der Okklusion
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Modul 1: CMD-Grundlagen & Klinische Diagnostik
