Über den Kurs
Dieser Kurs widmet sich dem fundierten Verständnis und dem langfristigen Management bewährter prothetischer Versorgungen. In einer Zeit, in der die digitale Zahnheilkunde dominiert, liegt der Fokus dieses Kurses auf der klinischen Realität: dem Umgang mit jahrzehntealten metallbasierten Restaurationen und klassischen kombinierten Systemen. Ziel ist es, die Biomechanik dieser Versorgungen zu verstehen, Alterungsprozesse rechtzeitig zu erkennen und evidenzbasierte Entscheidungen zwischen Reparatur und Neuanfertigung zu treffen.
Lernziele
Nach Abschluss dieses Kurses sind die Teilnehmer in der Lage:
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Die werkstoffkundlichen Vorteile hochgoldhaltiger Legierungen (Duktilität, Brunierbarkeit) klinisch zu nutzen und zu bewerten.
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Biomechanische Risiken historischer Konzepte wie der Stiftkrone (Keil-Effekt) und der Inlay-Brücke (Badewannen-Effekt) sicher zu diagnostizieren.
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Das Prinzip der Resilienz bei kombiniertem Zahnersatz (Steg, Kugelknopf) zu verstehen und anzuwenden.
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Effektive Wartungsprotokolle für Halteelemente im Sinne der Gerontoprothetik durchzuführen.
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Das anspruchsvolle Resorptionsmanagement bei Immediatversorgungen (Sofortprothesen) zu steuern.
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Materialermüdung und Korrosion im oralen Milieu frühzeitig zu identifizieren, um biologische Risiken (Sekundärkaries, Biofilm) zu minimieren.
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Einen systematischen Kriterienkatalog zur Indikationsstellung von Reparaturen vs. Neuanfertigungen anzuwenden.
Kursinhalt
Modul 1: Klassische festsitzende Versorgungen
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Lektion 1: Die Vollgusskrone und -brücke aus Gold – Diagnostik und Management
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Lektion 2: Die Stiftkrone (z.B. Richmond-Krone) – Historisches Konzept und heutige Problematik
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Lektion 3: Die geblockte Füllung als Brückenpfeiler – Ein historischer Kompromiss
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Modul 1: Klassische prothetische Restaurationen
